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Nutzen VPNs fingierte Serverstandorte?

Für viele VPN-Nutzer spielt die Anzahl an Servern, die ein VPN-Dienst anbietet, eine große Rolle bei der Entscheidungsfindung für einen Anbieter. Es könnte Sie daher schockieren zu erfahren, dass einige der Serverstandorte, die die VPN-Anbieter vorgeben zu besitzen, in Wahrheit nur fake sind, also nur „virtuell“ existieren.
 
Doch was genau ist ein virtueller Serverstandort? Wie kann man erkennen, ob ein VPN-Anbieter virtuelle Serverstandorte nutzt? Welche VPNs sind dafür bekannt, diese Praktiken anzuwenden? Wir haben die Antworten auf all Ihre Fragen. 
 
 
Was ist ein virtueller Serverstandort?
 
Ein virtueller Serverstandort bezieht sich auf einen Server, der physisch in einem Land steht, aber die IP-Adresse eines anderen Landes hat. Das bedeutet, dass ein VPN-Anbieter, der  behauptet, er habe eine bestimmte Anzahl an Servern in einem Land, in Wahrheit vielleicht viel weniger oder gar überhaupt keine physischen Server in diesem Land hat. 
 
Sie fragen sich vielleicht, was daran so schlimm sein soll. Denn wenn der Server Ihnen so oder so eine IP-Adresse des gewünschten Landes zuweist, macht es doch keinen großen Unterschied, welchen physischen Standort der Server hat, oder?
 
Doch, macht es. Es gibt zwei große Probleme, die mit dieser Praxis einhergehen. 
 
Zunächst ist es so, dass die Verbindungsqualität und Performance mit zunehmendem Abstand des Servers von Ihrem Standort abnimmt. Virtuelle Server können daher zu geringeren Übertragungsgeschwindigkeiten führen, als man es erwarten würde (allerdings kann es umgekehrt auch zu höheren Übertragungsgeschwindigkeiten führen).
 
Das größere Problem ist jedoch, wenn sich der virtuelle Server in einem Land befindet, das Sie eigentlich zu vermeiden versuchen. Vielleicht möchten Sie sich aus Sicherheitsgründen nicht mit einem Server verbinden, der in den USA steht und verbinden sich daher bewusst zu einem Server in der Schweiz. Wenn der Dienstleister jedoch nur vorgibt, der Server befände sich in der Schweiz, obwohl er sich in Wahrheit in den USA befindet, ist dies ein großes Problem. 
 
 
Warum nutzen VPN-Anbieter virtuelle Serverstandorte?
 
Da Server-Netzwerke und Serverstandorte ein so entscheidendes Verkaufsargument für Verbraucher sind, versuchen VPN-Unternehmen tendenziell, ständig mehr Server anbieten zu können. Die schlichte Wahrheit ist, dass es für den VPN-Dienstleister günstiger ist, einen Server in dem Land zu platzieren, in dem er ohnehin operiert und ihm einfach eine IP-Adresse eines anderen Landes zu verpassen, statt physisch einen Server in einem anderen Land zu platzieren. 
Letztendlich dreht sich alles um Marketing. Je mehr Serverstandorte man hat, desto attraktiver erscheint man für die Kunden. Obwohl solche virtuelle Server zum gewünschten Ergebnis führen, so ist es doch zumindest unehrlich zu behaupten, ein Server befände sich an einem Ort, an dem er eigentlich nicht ist.
 
 
Wie lassen sich virtuelle Serverstandorte erkennen? 
 
Herauszufinden, ob ein Server sich tatsächlich dort befindet, wo das VPN-Unternehmen es behauptet, ist tatsächlich recht einfach. Es gibt eine Reihe von einfachen Tests, die Sie durchführen können, um eine gute Vorstellung davon zu bekommen, wo sich ein Server wirklich physisch befindet. 
 
Die einfachste Möglichkeit herauszufinden, ob sich ein Server dort befindet, wo er sein sollte, nennt sich Traceroutes Test. Einen solchen Test können Sie hier durchführen. Kopieren Sie die Server-URL einfach in das Suchfeld. Wählen Sie dann eine Stadt aus, die sich in der Nähe des angeblichen Serverstandorts befindet. Sollte der Server sich wirklich im vorgegebenen Land befinden, sollte er nur einige wenige Millisekunden entfernt liegen. Falls das Ergebnis jedoch in die Hunderte oder gar Tausende geht, befindet sich der Server tatsächlich in einem anderen Land. 
 
Ein weiterer Test, den Sie durchführen können, ist ein einfacher Ping-Test. Hierüber lässt sich der Ping, also die Antwortgeschwindigkeit eines Servers von einer Vielzahl unterschiedlicher Standorte auf der Welt aus testen. Je länger es dauert, bis der Server angepingt werden kann, desto besser können Sie den tatsächlichen Standort eingrenzen. Einen solchen Test können Sie bei CA App Synthetic Monitor oder Ping.pe durchführen.
 
Nachdem Sie beide Tests erfolgreich durchgeführt haben, sollte es ziemlich klar sein, ob sich der Server tatsächlich an dem Standort befindet, den der VPN-Anbieter vorgibt. 
 
 
Welche VPNs nutzen virtuelle Serverstandorte?
 
 
 
 
Die meisten VPNs leugnen die Verwendung virtueller Serverstandorte. Es gibt jedoch einige Anbieter, die öffentlich zugegeben haben, dass Sie diese Taktik anwenden. Im Folgenden haben wir die VPN-Dienstleister zusammengefasst, von denen bekannt ist, dass sie mit virtuellen Serverstandorten arbeiten:
 
• ExpressVPN
• PureVPN
• HideMyAss
• VyprVPN
 
Im Fall von ExpressVPN gibt das Unternehmen an, dass sich weniger als drei Prozent ihrer Server an virtuellen Standorten befinden und haben eine vollständige Liste all ihrer virtuellen Standorte veröffentlicht. Obwohl auch PureVPN, Hide My Ass und VyprVPN offen eingestanden haben, virtuelle Standorte zu nutzen, haben sie nicht offengelegt, welche ihrer Server virtuell sind. 
 
ExpressVPN gibt an, dass sie in Ländern auf virtuelle Server setzen, in denen die Infrastruktur so schwach ist, dass es an den Standorten schwierig wäre, die eigenen hohen Standards einhalten zu können. 
 
VyprVPN erklärt, dass sie virtuelle Standorte für Länder mit restriktiven Regierungssystemen einsetzen, um sie vor dem Zugriff dieser gefährlichen Regierungen zu schützen. 
 
PureVPN und HideMyAss Machen keine Angaben dazu, warum Sie sich dazu entschlossen haben, virtuelle Standorte für einige ihrer Server zu nutzen.
 
 
Welche VPNs verwenden keine virtuellen Serverstandorte?
 
 
 
Die moisten VPN-Anbieter haben entweder keinen Kommentar über virtuelle Serverstandorte abgegeben oder geleugnet, sie zu nutzen. Die folgenden drei VPNs haben hingegen offen bekundet, dass sie keine virtuellen Serverstandorte nutzen:
 
• NordVPN
• IPVanish
• Private Internet Access
 
 
Um wirklich sicher sein zu können, dass Ihr VPN-Anbieter keine virtuellen Standorte nutzt, sollten Sie natürlich selbst die zuvor beschriebenen mit einigen ihrer Server Tests durchführen.
 
Ein weiterer guter Rat ist, auf kleinere VPN-Anbieter zu setzen, wenn Sie bezüglich virtueller Standorte besorgt sind. In diesem Fall ist die Tatsache, dass der Betreiber nur über eine geringere Anzahl an Servern verfügt, ein Vorteil. Es zeigt, dass sie sich eher um Serverqualität kümmern, statt einfach nur das größtmögliche Netzwerk aufbauen zu wollen. 
 
Abschließend möchten wir Ihnen noch den Rat mit auf den Weg geben, dass Sie, trotz einiger seriöser kostenloser VPNs wie Windscribe oder TunnelBear, die meisten anderen kostenlosen Dienste eher meiden sollten. Solche VPNs sind für Scams bekannt und es ist daher wahrscheinlich, dass sich viele dieser Anbieter virtueller Serverstandorte bedienen, um Kosten einzusparen. 
 
 
 

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