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IPv4 und IPv6: Worum handelt es sich und warum sollte Sie das interessieren?

Über die vergangenen 20 Jahre hinweg hat das Internet von IPv4 zu IPv6 gewechselt. Die meisten Anwender sind sich dieser Veränderung überhaupt nicht bewusst, obwohl es bei genauerer Betrachtung einen großen Einfluss auf die Internetnutzer hat. Warum hat diese Transformation überhaupt stattgefunden und warum sollte Sie das interessieren?
 
Wir haben im Folgenden für Sie alles zusammengefasst, was Sie über IPv4 und IPv6 wissen müssen.
 
 
Was ist ein Internetprotokoll?
 
 
Das Internetprotokoll (IP) ist das grundlegende Kommunikationsprotokoll, das im Internet verwendet wird, um Nachrichten und Daten von einem Endgerät zum anderen zu senden. Einfach gesagt wird über das Internetprotokoll das Internet überhaupt erst ermöglicht.
 
Jedem Endgerät, das über das Internetprotokoll kommuniziert, wird eine IP-Adresse zugewiesen. Die IP-Adresse kann man dabei als die Anschrift Ihres Computers verstehen, wobei das Internetprotokoll das technische Gegenstück zum Postdienst ist. Über Ihre IP-Adresse weiß das Internetprotokoll, wohin E-Mails, Webseiten-Anfragen und andere Daten über das Internet gesendet werden sollen.
 
 
Was ist IPv4?
 
IPv4 ist die vierte Generation des Internetprotokolls, die nach wie vor im Internet zu größten Teilen zum Einsatz kommt. Zwar könnte man meinen, es handle sich hierbei um eine recht neu entwickelte Technologie, in Wahrheit wurde IPv4 aber bereits im Jahr 1983 eingesetzt.
 
Trotz dieses stolzen Alters funktioniert IPv4 aber nach wie vor hervorragend. Die Technologie tut nach wie vor das, wofür sie seinerzeit eingerichtet wurde, warum müssen wir sie also verändern?
 
Nun, leider gibt es bei IPv4 ein grundlegendes Problem; Uns sind die IP-Adressen ausgegangen. 
 
Bei IPv4 kommen 32-Bit Ziffern für IP-Adressen zum Einsatz, woraus sich 4,3 Milliarden mögliche IP-Adressen bilden lassen. Dies klingt zwar nach viel, wenn man sich aber vor Augen führt, dass die Weltbevölkerung bei etwa 7,8 Milliarden Menschen liegt, erkennt man schnell, warum es schlichtweg keine ausreichende Menge an IP-Adressen gibt. 
 
Jedes einzelne Endgerät benötigt seine eigene IP-Adresse und die meisten Internetnutzer haben heutzutage weit mehr als nur ein Gerät. Immer mehr Menschen greifen täglich auf das Internet zu, sodass es nur eine Frage der Zeit war, bis ein Ersatz für IPv4 gefunden werden muss.
 
Glücklicherweise ist dies bereits geschehen. So findet dieser Umwandlung bereits seit über 20 Jahren statt.
 
 
Was ist IPv6?
 
Im Jahre 1995 wurde IPv6 entworfen, um das IP-Adressen-Problem zu lösen. Im Jahr 1998 wurde die Entwicklung abgeschlossen und seither wird das Internet langsam aber stetig in das neue Protokoll überführt. Dies bedeutet, dass rund 340 Sextillion IP-Adressen zur Verfügung stehen. 
 
Der größte Unterschied zwischen IPv4 und IPv6 ist, dass bei IPv6 128-Bit IP-Adressen zum Einsatz kommen. Durch diese unfassbar große Anzahl müssen wir uns über viele Jahre keinerlei Gedanken mehr darüber machen, dass uns die IP-Adressen ausgehen könnten.
 
Neben der Tatsache, dass uns die IP-Adressen nicht mehr ausgehen, können wir mit einer so großen Anzahl an zur Verfügung stehenden IP-Adressen auch gewährleisten, dass jedes Endgerät seine eigene IP-Adresse bekommt. Da IPv4-Adressen knapp geworden sind, teilen sich derzeit viele Geräte eine IP-Adresse. Das heißt, dass Daten häufig nicht direkt an eine IP-Adresse gesendet werden, sondern zu einem Router, der die Daten dann an das richtige Gerät weiterleitet.
 
Daneben bietet IPv6 eine ganze Reihe von weiteren Vorteilen im Vergleich zu IPv4. So ist es insgesamt effizienter, bietet bessere Routing-Funktionen und außerdem unterstützt es Peer-To-Peer Networking deutlich besser.
  
Warum dauert die Transformation dann so lange? Dies liegt in erster Linie an den Kosten. Um eine IPv6 Adresse zu nutzen, wird neue Hard- und Software benötigt. Darüber hinaus ist IPv6 mit IPv4 nicht abwärtskompatibel. Wenn Sie beispielsweise Ihre IPv4 Webseite über das IPv6 Protokoll betreiben möchten, müssen Sie eine zweite Version Ihrer Seite erstellen, die mit IPv6 kompatibel ist. 
 
Derzeit werden über das IPv6 Protokoll lediglich rund 10% des Internet-Traffics abgewickelt. Zwar nimmt der Anteil stetig zu, es wird aber noch eine ganze Weile dauern, bis der Wandel zu dieser neuen Technologie vollständig abgeschlossen ist.
 
 
Wie kann man IPv6 nutzen?
 
Es ist möglich, dass Sie jetzt gerade IPv6 nutzen. Um dies zu überprüfen, können Sie einfach die Seite www.test-ipv6.com besuchen. Wenn Sie die Seite aufrufen, wird der Test automatisch ausgeführt. Falls Sie die Nachricht „No IPv6 address detected“ sehen, verwenden Sie derzeit IPv4.
 
Wenn Sie zu IPv6 wechseln möchten, müssen Sie einen Internetanbieter wählen, der diesen Dienst anbietet. Außerdem benötigen Sie einen Router, der diese Verbindungsart unterstützt. Machen Sie sich ein wenig schlau und überprüfen Sie, ob Ihr aktueller Provider und Ihre Hardware mit IPv6 kompatibel sind. Falls nicht, prüfen Sie andere Möglichkeiten. Der eigentliche Verbindungaufbau kann dann je nach Provider und Router etwas variieren. 
 
 
Welchen Einfluss IPv6 auf Ihr VPN hat
 
Ebenso wie das Internet langsam auf den IPv6 Standard umgestellt wird, so ist es auch bei VPNs der Fall. Die meisten VPN-Anbieter stellen diese Technologie noch nicht zur Verfügung. Daher kann es zu IPv6 Leaks kommen, wenn Ihr Traffic über Ihren eigenen Internetprovider statt über den VPN geleitet wird. Daher empfehlen Ihnen viele VPN-Anbieter, IPv6 Traffic komplett zu deaktivieren, um solche Daten-Leaks zu vermeiden. 
 
Wenn Sie überprüfen möchten, ob Ihr VPN Ihre IP-Adresse offenlegt, besuchen Sie IPleak.net. Trennen Sie zunächst die Verbindung mit Ihrem VPN und besuchen Sie die Seite. Die dort angezeigt IP-Adresse ist die Adresse Ihres Internetanbieters. Notieren Sie sich diese Zahl und verbinden Sie sich dann erneut zu Ihrem VPN und führen Sie den Test erneut durch. Sollten Sie die gleiche IP-Adresse wie zuvor sehen, dann lässt Ihr VPN-Dienstleister Ihre IP-Adresse durchsickern. 
 
 
VPNs, die Ihre IPv6 Informationen nicht Leaken
 
Wie zuvor bereits erwähnt, können Sie den IPv6 Traffic auf Ihrem Endgerät auch einfach deaktivieren, falls Ihr VPN-Dienst seine Technik noch nicht auf den aktuellen IPv6 Standard umgestellt hat. Zwar können Sie dann nicht von den Vorteilen der neuen Technologie profitieren, sind auf der anderen Seite aber vor IP-Leaks geschützt.
 
Alternativ können Sie sich auch für einen VPN-Dienst entscheiden, der IPv6 Traffic unterstützt. Derzeit gibt es nur drei VPNs, die IPv6 Traffic unterstützen:
 
• Mullvad

• FrootVPN

• Perfect Privacy
 
Sie können auch ein VPN wählen, das über einen IPv6 Leak-Schutz verfügt. Obwohl diese VPN-Dienste IPv6 Traffic nicht unterstützen, haben Sie Sicherheitsvorkehrungen getroffen, die das Durchsickern von IPv6 Informationen verhindern. 
 
Im Folgenden haben wir 10 empfehlenswerte VPN-Anbieter aufgelistet, die sich bewährt und in Tests gezeigt haben, dass keinerlei IPv6 Informationen preisgegeben werden:
 
• NordVPN

• ExpressVPN

• Private Internet Access

• ProtonVPN

• Windscribe

• CyberGhost

• TunnelBear

• Avast Secureline VPN

• Hide.me

• Avira Phantom VPN
 
 
Leider können Sie von den IPv6 Vorteilen ausschließlich dann profitieren, wenn Sie sich für einen der oben genannten drei VPN-Dienstleister entscheiden, die Traffic über IPv6 unterstützen. Die Dinge verändern sich aber langsam, sodass es hoffentlich schon bald mehr VPNs gibt, die mit IPv6 kompatibel sind.
 
 
 

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